Bau des Freizeitgeländes – Raus aus der Blockade

Ein Streetbasketballkorb für Erzhausen – dafür sucht die Wählervereinigung GfE zur Zeit Spender. Eine gute Initiative, gegen die niemand etwas einwenden wird. Aber sie verdeckt den Blick auf das, was eigentlich benötigt wird: Ein Freizeitgelände neben den jetzigen SVE-Sportanlagen, gedacht für die Erzhäuser Kinder und Jugendlichen, insbesondere auch jene, die nicht im SVE organisiert sind. Über 600.000 Euro sind dafür seit Jahren im Erzhäuser Haushalt reserviert, im Jahre 2018 wurde das Freizeitgelände bereits detailliert auf Grundlage einer qualifizierten Planung beraten. Es hätte losgehen können mit dem Bau.

Passiert ist seitdem: Nichts. Blockade.

Wie es dazu kommen konnte? Die Geschichte ist schnell erzählt: Nachdem die politischen Beratungen über das Freizeitgelände gut abgeschlossen waren, wurde in der Gemeindevertretung über ein ganz anderes Thema heiß gestritten. Es ging um die Frage, ob man die Kita Hainpfad sanieren oder gleich eine neue Kita bauen solle? Eine knappe Mehrheit war für einen Neubau. Damit waren nicht alle glücklich, aber damit hätte man vielleicht arbeiten können. Allerdings hat diese knappe Mehrheit auch gleich den Standort des Kindergartens festgelegt: Nämlich auf einem Teil genau des Grundstücks, auf dem eben noch das Freizeitgelände geplant war.

Und so entstand die „Erzhäuser Selbstblockade“, ein Musterfall für die Lehrbücher oder als Nummer für eine Satireshow. Noch kein Freizeitgelände, weil dort ja auf einem Teilstück der neue Kindergarten geplant ist. Aber auch noch kein neuer Kindergarten, weil dessen Finanzierung noch in Klärung ist und baurechtliche Fragen noch offen sind.

Zwei Projekte, die eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben, wurden so miteinander verknüpft, dass aktuell keines der beiden Projekte vorankommt. Aber muss das sein? Wenn man im Kleinen nicht vorankommt, muss man größer denken. Gibt es keinen Weg, das Freizeitgelände anzugehen ohne sich zum Neubau der Kita festzulegen?

Doch, den gibt es, es ist sogar einfacher als gedacht: Der nördliche Teil des geplanten Freizeitgeländes wird vom Neubau der Kita in keinem Fall berührt, dort könnte also begonnen werden. Nur gibt es dort keinen Zugang, so wird eingewandt. Einen Zugang kann man hier jedoch ermöglichen: Vom Weg entlang des Heegbachs her, an der Außengrenze des SVE-Trainingsfelds. Von hier aus beginnend könnte ein großer Teil des Freizeitgeländes entstehen, ohne eine Entscheidung zur Kita vorwegzunehmen. Je nach Entscheidung zur Kita entsteht dann ein Zugang von Süden her – hier kann noch alles offen bleiben.

Dies bedarf zwar Anpassungen an der vorliegenden Planung, aber das Entscheidende ist: Es geht voran! Der Streetbasketballkorb muss also hoffentlich nicht lange an seinem vorläufigen Platz stehen, er kann schon bald auf das neue Freizeitgelände umziehen.

Andreas Heidenreich, Rainer Seibold, Klaus Süllow für Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Erzhausen

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